SmallTalk – Die hohe Kunst des Ice-Breakings

SmallTalk – Die hohe Kunst des Ice-Breakings

SmallTalk, zu deutsch „kleines Gespräch“ wurde in den Salons des 19. Jahrhunderts als Kunst zelebriert. In unserer schnelllebigen Zeit haftet diesem bisweilen leider das Image von seichtem Blabla an. Dabei ist SmallTalk-Potential gerade heute besonders wichtig. In Zeiten von „time is money“, „Zielstrebigkeit“ und „auf den Punkt kommen“, schafft SmallTalk eine gemeinsame Ebene herzustellen, auf der erst ein schnelles und effektives Arbeiten möglich wird.

 

Das schafft Verbindung

SmallTalk-Potential ist das, was Verbindung zwischen Menschen schafft, damit eine befriedigende Kommunikation entsteht. Dafür braucht es emotionale und soziale Kompetenz. Im Rahmen der emotionalen Kompetenz kommt es auf Selbstbewusstsein, Initiative und Engagement sowie die Fähigkeit an, auch mal eine schwierige Gesprächssituation auszuhalten. Positives denken, Humor, die Freude daran sich auf Neues einlassen zu können und Beharrlichkeit schaffen in einem Gespräch mit einem neuen Gegenüber schnell eine gemeinsame Ebene.

Im Bereich der sozialen Kompetenz ist Empathie, Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsfähigkeit für einen erfüllenden SmallTalk gefragt. Feine Antennen für die Wünsche und Gefühlslagen sind ebenso notwendig wie Offenheit gegenüber anderen Menschen und Sichtweisen. Grundsätzliche kommunikative Fähigkeiten wie die, die Körpersprache des Gegenübers lesen zu können und professionell Fragen stellen zu können, runden das Handwerkszeug eines Profi-SmallTalkers ab.

 

Die zwei Ebenen eines Gesprächs

Kommunikation, also mit anderen Menschen in Kontakt zu treten ist keine Einbahnstraße sondern ein Kreislauf. Jedes Verhalten bedingt und beeinflusst anderes Verhalten, der Sender beeinflusst den Empfänger und umgekehrt. Kommunikation findet immer auf der Inhalts- und der Beziehungsebene statt. Befriedigende Kommunikation findet einen für beide Seiten attraktiven Inhalt und baut auf der Beziehungsebene auf eine beiderseitige, positive Resonanz im Sinne von: Du bist ok, ich bin ok, auf.

 

SmallTalk-Themen und solche, die es nicht sind

Das Wetter, so langweilig es auch klingen mag ist der am längsten bewährte SmallTalk-Auftakt. Die aktuelle Situation, eigene Erlebnisse, witzig aufbereitete Pleiten, Pech und Pannen eignen sich gleichsam als Themen für einen gelungenen SmallTalk, wie Hobbies bzw. Interessen. Probleme, Geld, Politik, Religion, Krankheit und Sex sind definitiv Tabuthemen für Verbindungen schaffenden SmallTalk.

 

Fazit

Wer mit offenen Augen und Interesse am Gesprächspartner durchs Leben geht, neugierig ist und die Fähigkeit trainiert, gute Fragen zu stellen, dem wird es sicherlich gelingen über das „kleine Gespräch“ tragfähige Verbindungen zu neuen Menschen aufzubauen, mit denen es dann auch möglich ist, geschäftliche Aspekte gut zu besprechen.

Nicht immer funktioniert gleich das erste SmallTalk-Thema. Bleiben Sie hartnäckig und bieten Sie ein zweites, ja manchmal sogar ein drittes Thema an. Das Gefühl, das entsteht, wenn Ihr Thema beim Gesprächspartner auf inhaltliche Übereinstimmung trifft, ist es allemal Wert, diese schwierige Anlaufphase auszuhalten.